Flutkatastrophe in Südostasien
terre des hommes Gmünd bittet dringend um Spenden
Das Kinderhilfswerk terre des hommes ruft dringend zu Spenden für die Opfer der Flutkatastrophe in Südostasien auf. Wie Norbert Müller von der terre des hommes-Arbeitsgruppe Schwäbisch Gmünd mitteilt, wurden am Montag nach den Angaben des Soforthilfekoordinators von terre des hommes die ersten 50.000 Euro für Hilfsmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Die Soforthilfe konzentriert sich auf die Länder Indien, Thailand und Indonesien, in denen terre des hommes seit vielen Jahren Projekte unterstützt. Dabei werden vor allem Lebensmittel, Medikamente und Notunterkünfte in den Katastrophengebieten benötigt. Die Hilfsmaßnahmen werden von terre des hommes-Projektpartnern vor Ort durchgeführt. So sei bereits wenige Stunden nach der Katastrophe in der südindischen Provinz Nagapattinam ein Notaufnahmelager für 1.500 Menschen eröffnet worden. Nach Mittteilung von Partnern in der Region seien sehr viele Kinder unter den Opfern des Erdbebens.
In der indonesischen Provinz Aceh, in der das Kriegsrecht herrscht, gestalte sich die
Hilfe hingegen schwierig. terre des hommes forderte die indonesische Regierung auf, die
Kriegshandlungen zu beenden und den Zugang für Hilfsorganisationen zu erlauben, um so die Versorgung der Erdbebenopfer durch Hilfsorganisationen zu ermöglichen.
Online-Spenden können über die terre des hommes-Homepage (www.tdh.de) vorgenommen werden. Banküberweisungen an terre des hommes sollten über das Spendenkonto 700 800 700 bei der Volksbank Osnabrück eG, BLZ 265 900 25 (Stichwort: Flutwelle) erfolgen.
weitere Informationen/Links:
Aktuelle Hilfsmaßnahmen von terre des hommes und Hintergrundinformationen
Möglichkeit zur Onlinespende für die Opfer der Flutkatastrophe
Kinder sind keine Ware!
Vortrag von Dr. Boris Scharlowski
im Prediger in Schwäb. Gmünd
am Freitag, 22.10.04, um 19 Uhr
Der weltweite Menschenhandel hat sich zu einem der gewinnträchtigsten Bereiche der organisierten Kriminalität entwickelt. Davon betroffen sind schätzungsweise mehr als eine Million Kinder, die jedes Jahr neu verkauft und als Sklaven ausgebeutet werden. Auch nach Deutschland gelangen jährlich Tausende von Mädchen und Jungen, die Opfer von Kinderhändlern geworden sind und zunehmend aus ost- und südosteuropäischen Ländern stammen.
Dr. Boris Scharlowski, Koordinator der Internationalen Kampagne gegen Kinderhandel beim Kinderhilfswerk terre des hommes, wird in seinem Vortrag darüber informieren, wie Kinderhandel abläuft, welches seine Ursachen und Hinter-gründe sind und was wir dagegen tun können.
Dazu laden die VHS Schwäbisch Gmünd und die Gmünder terre des hommes-Gruppe herzlich ein.
Weitere Informationen zum Thema Kinderhandel:
http://www.tdh.de/stop/index.htm
25.06.2004 terre des hommes und Weltladen zogen Bilanz:
Viele Gmünder stimmten für gerechteren Welthandel

Am Ende ihrer mehrwöchigen Aktion für mehr Gerechtigkeit im Welthandel konnten die Gmünder terre des hommes-Gruppe und die Mitarbeiter/innen des Weltladens am Rande der Mitgliederversammlung im Franziskaner ein Resümee ziehen, das alle Erwartungen übertraf: Knapp über 1000 Stimmen für mehr Gerechtigkeit im Welthandel sind seit dem Weltladentag am 8. Mai von vielen Akteuren im Gmünder Raum gesammelt worden. Dies ist das zweit-beste Ergebnis in ganz Baden-Württemberg und entspricht mehr als einem Prozent der in ganz Deutschland abgegebenen Stimmen.
Hinzu kommt ein weiter Erfolg: von drei Kandidaten, die sich für das Europa-Parlament beworben hatten, erhielt die terre des hommes-Gruppe Selbstverpflichtungserklärungen zugesandt, worin die Unterzeichner versprachen, sich für eine europäische Handelspolitik einzusetzen, die sich an den Menschenrechten orientiert und den Armutsländern der Dritten Welt echte Chancen für ihre Entwicklung eröffnet. Entsprechende Erklärungen abgegeben haben: Philipp Buri (CDU), Heide Rühle und Cem Özdemir (beide: Bündnis 90/Die Grünen).
Bis kurz vor der Europa-Wahl hatten in Deutschland 86 KandidatInnen eine solche Selbst-verpflichtung unterzeichnet. Von diesen wurden 41 gewählt. Somit haben 9 Abgeordnete der CDU/CSU, 16 Europa-Parlamentarier der SPD, 11 Abgeordnete von Bündnis 90/ Die Grünen, 1 Abgeordneter der FDP sowie 4 PDS-Mitglieder durch ihre Unterschrift zugesagt, sich für eine Verbesserung der EU-Handelspolitik im Interesse der Armen einzusetzen.
Vor dem Gmünder Weltladen wurde an vier verschiedenen Tagen zeitgleich zum Gmünder Wochenmarkt für Solidarität mit den vielen Millionen Menschen in der Dritten Welt geworben. Dabei konnte man aus den zahlreich geführten Gesprächen mit den Passanten entnehmen, dass viele von ihnen sich gerne mit ihrer Stimme dafür einsetzen, dass die Menschen in den Armutsländern Afrikas, Asiens, Mittel- und Südamerikas nicht mehr wie bisher unter ungerechten Welthandelsbedingungen massiv zu leiden haben.
In ähnlicher Weise wie terre des hommes und Weltladen in Schwäbisch Gmünd hatten in den vergangenen Wochen Aktionsgruppen in ganz Deutschland ihren Einsatz für mehr Gerechtig-keit im Welthandel demonstriert. In über 500 Kommunen folgten Weltläden, Kirchengemein-den, entwicklungspolitische Initiativen, Jugendgruppen, Schulen und Einzelpersonen dem Aufruf des Aktionsbündnisses "Gerechtigkeit jetzt! Die Welthandelskampagne" und animierten die Bürger zur Stimmabgabe. Zentrale politische Forderung der Aktion war, die Europäische Agrarpolitik so zu verändern, dass die Märkte der Entwicklungsländer nicht länger von hoch subventionierten und billigen Agrarprodukten aus der EU überschwemmt werden, denn die Landwirte des Südens können mit diesen Dumpingpreisen, die ihre Existenz gefährden, nicht mithalten.
Gerechtigkeit jetzt! - Die Welthandelskampagne ist ein wachsender Zusammenschluss von bislang 31 Nichtregierungsorganisationen aus den Bereichen Kirche, Gewerkschaften, Menschenrechte, Umwelt und Entwicklung, darunter Brot für die Welt, Misereor und der Weltladen-Dachverband. Gerechtigkeit jetzt! will die deutsche Öffentlichkeit über die laufenden Verhandlungen in der WTO informieren und Unterstützung für die Anliegen einer gerechten Welthandelspolitik gewinnen. Die deutsche Kampagne sieht sich als Teil einer wachsenden internationalen Bewegung für mehr Gerechtigkeit im Welthandel.
An der Aktion von terre des hommes und Weltladen in Schwäbisch Gmünd, die von den Bundestagsabgeorneten Norbert Barthle und Christian Lange, Landrat Klaus Pavel, Sozial-dezernent Josef Rettenmaier und den beiden Dekanen, Hermann Friedl und Immanuel J.A. Nau. ausdrücklich unterstützt wurde, beteiligten sich erfreulicherweise auch die Gmünder Kirchengemeinden Heilig-Kreuz, Sankt Michael, Sankt Peter und Paul, Sankt Maria (Wetzgau-Rehnenhof), Sankt Albanus (Herlikofen), Sankt Leonhard (Hussenhofen), Sankt Georg (Mutlangen-Lindach), ferner die kath. Kirchengemeinden in Heubach und Mögglingen, die Pfadfinder in Heubach, die Schwestern vom Kloster der Franziskanerinnen und vom Seniorenzentrum Sankt Anna (beide in Schwäbisch Gmünd) und die Friedenswerkstatt Mutlangen.

Von den drei Unterzeichnern einer Selbstverpflichtungserklärung hat die erneut ins Europaparlament gewählte Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Frau Heide Rühle, am Freitag, 25. Juni 2004, im Gmünder Weltladen stellvertretend für die übrigen gewählten Abgeordneten die über 1000 gesammelten Stimmen für einen gerechteren Welthandel entgegengenommen.
Mehr zur Aktion in Schwäbisch Gmünd unter Rubrik AKTIVITÄTEN AKTIONEN
LINKS zum Thema:
Gerechtigkeit jetzt!
Weltladen-Dachverband 
Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen im Europaparlament Frau Heide Rühle
Bilder der Aktion: MEHR GERECHTIGKEIT IM WELTHANDEL in Schwäbisch Gmünd
09.08.2003 terre des hommes-Arbeitsgruppe Schwäbisch Gmünd
Zeichnen gegen Kinderhandel -
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Eichenrainschule Schwäbisch Gmünd Lindach beteiligte sich an der Malaktion von terre des hommes
Zeich(n)en gegen Kinderhandel
Eichenrainschule beteiligte sich an der Malaktion von terre des hommes
Gmünd-Lindach (fb) _ Nach Anregung von Norbert Müller, dem Leiter der Arbeitsgruppe von terre des hommes in Schwäbisch Gmünd, nahmen die Klassen 3 und 4 der Eichenrainschule in Lindach an der Malaktion des Kinderhilfswerk terre des hommes teil. Unter dem Motto: Kinderträume. Was wünschst du den Kindern dieser Welt? wurde zum Zeichnen gegen Kinderhandel aufgerufen.

Das Kinderhilfswerk terre des hommes und der Fußball-Nationalspieler Christoph Metzelder wollen mit der Aktion "Zeichnen gegen Kinderhandel" allen Kindern die Möglichkeit geben, sich aktiv daran zu beteiligen. Mit den Bildern soll am 13. September diesen Jahres in Düsseldorf an der Rheinpromenade eine große Galerie aufgebaut werden, um somit ein Zeichen gegen Kinderhandel zu setzen.
Viele Kinder hierzulande können sich überhaupt nicht vorstellen, dass es Kinder gibt, die nicht zur Schule gehen dürfen, sondern einfach verkauft werden. Für diese Mädchen und Jungen, meist aus Entwicklungsländern, sind drei Mahlzeiten am Tag oder gar Süßigkeiten ein Traum. Ist das gerecht? Die Schüler der Eichenrainschule überlegten sich, was für Kinder wirklich wichtig ist. Ihre Gedanken über das, was jedem Kind zustehen sollte, brachten sie dann in Form von regelrechten Kunstwerken zu Papier.
Terre des hommes will mit seinen Aktionen vor allem die Öffentlichkeit informieren. Viele Menschen wissen nicht, wie Kinder überall auf der Welt vermarktet und ausgebeutet werden auch bei uns in Westeuropa. Zusammen mit Partnern vor Ort wird die Kampagne
gegen Kinderhandel bisher vor allem in Südostasien, Indien, Lateinamerika, im südlichen und westlichen Afrika umgesetzt. terre des hommes fordert deshalb, dass Kinderhandel endlich offiziell als Verbrechen anerkannt werden muss. Auch dürfen Jungen und Mädchen, die zu illegalen Tätigkeiten gezwungen wurden, nicht mehr als Kriminelle verfolgt werden und jedes Land sollte Meldestellen einrichten, um vermisste und gehandelte Kinder zu registrieren. Ebenso müssen die Behörden ihnen eine sichere Rückkehr in ihr Heimatland garantieren.
Die Opfer
Opfer von Händlern sind meist Mädchen und Jungen, die in ärmlichen Verhältnissen leben. Irgendeine
Mittelsperson zahlt der Familie Geld und verspricht, dem Kind eine Ausbildung oder einen guten Job zu verschaffen, der sich immer an einem anderen Ort befindet. Die Hoffnung dieser Kinder ist groß, sich und die Familie, durch einen guten Job, aus der Armut befreien zu können. Jedoch wartet meistens nur jahrelange Ausbeutung auf sie: Sie müssen wie Sklaven auf Plantagen oder in Haushalten arbeiten, werden zu Prostitution gezwungen oder als Drogenkuriere und Bettler missbraucht. Babys und Kleinkinder gelangen außerdem auf den kommerziellen Adoptionsmarkt.
Beispiel Chanthorn
Das Beispiel der vierzehnjährigen Chanthorn aus Kambodscha steht für tausende andere. In ihrem
bisherigen Leben gab es immer zu wenig zu essen und zu viele Sorgen. Dann bekam sie eine traumhafte Arbeitsstelle angeboten. Sie sollte als Köchin in die Stadt! Doch statt in einem Restaurant Geld zu verdienen, wurde sie zuerst an einen alten Mann verkauft, der sie sexuell missbrauchte, und später in ein Bordell in Poi Pet. Nach zwei Jahren wurden ihre Qualen durch eine Polizeirazzia beendet. Jetzt lebt sie in einem Frauenkrisenzentrum in der Hauptstadt Phnom Penh und macht dort eine Lehre als Schneiderin.
Das Kinderhilfswerk terre des hommes sucht noch viele weitere Mitarbeiter, die im Kampf gegen Gewalt und Ungerechtigkeit in der Welt helfen wollen. Jeder kann mitmachen! Oft genügt schon eine Unterschrift, mit der bestätigt wird, dass man gegen Kinderhandel ist. Beteiligen Sie sich an der Unterschriftenaktion von terre des hommes gegen Kinderhandel. Weitere Informationen bei Norbert Müller, Telefon (0 71 71) 7 11 62.
Die Schüler der Eichenrainschule malten gegen das Kinderelend dieser Welt an. Terre des Hommes zeigt, was daraus entstand.Foto: bt
Weitere Informationen zum Thema:
Internationale Kampagne gegen Kinderhandel
Informationen zu tdh finden Sie unter der offiziellen homepage von terre des hommes Osnabrück www.tdh.de Wenn Sie mehr über uns wissen wollen ...